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Eine Wohnung muss her... oder doch ein ganzes Haus

So richtig nach Plan lief also nicht alles. Ich wollte mir, wie erwähnt, eine Mietwohnung suchen, sobald ich wieder vor Ort bin, um nicht ständig hin und her zu fahren für Besichtigungstermine und so lange übergangsweise bei meinen Eltern im Gästezimmer wohnen.

Also begann ich im September 2014 relativ entspannt mit meiner Suche. Im selben Ort sollte sie sein. 2-3 Zimmer wären super. Aber in einem Dorf sind die Möglichkeiten nun mal nicht so wie in einer Stadt. Ich suchte und suchte und suchte... Nichts...

Irgendwann begann ich auch einen Hauskauf in Erwägung zu ziehen.  Da waren dann doch die ein oder andere Immobilie dabei, aber entweder viel zu groß für zwei oder zu teuer oder aber es hat mir einfach nicht gefallen oder es wollte kein "Das ist es"-Feeling aufkommen.

Zwischenzeitlich hatte ich im Internt ein Inserat von Massa-Haus entdeckt mit einem Grundstück in unserem Ort und der Preis war auch sehr gut. Also schnell einen Termin im Musterhaus zur Beratung gemacht und an einem Samstag im November ging es hin. Mein Paps begleitete mich, er war neugierig und wollte sich das ganze auch mal anschauen. In Erfurt im Musterhaus angekommen, wurden wir von einer sehr netten Mitarbeiterin von Massa begrüßt und haben uns zuerst mal das Musterhaus angeschaut, welches in Frage kommen würde. Als wir dann zur Besprechung der Details in ihr Büro gingen, teilte sie uns mit, dass das angebotene Grundstück leider nicht mehr zur Verfügung stand. PENG, na das war ein Knall, und ich hatte mich schon so gefreut

Sie bot uns zwar alternative Grundstücke in verschiedenen Nachbarorten an, aber das wollte ich nicht. Ich wollte in meinem Heimatort bauen und wohnen und nirgendwo sonst. Ansonsten wären all die damit verbundenen Vorteile (Oma ohne Auto kann die Kleine abholen oder betreuen, wenn ich länger arbeiten muss oder sie krank ist) verloren. Sie sah schon ihre Felle davon schwimmen und erzählte uns dann, dass vermutlich sehr bald in unserem Ort ein Grundstück verkauft werden soll, sie wäre da in ersten Gesprächen. Es müssten zwar die Häuser auf dem Grundstück abgerissen werden, aber ansonsten wäre alles ganz einfach. Es gab nur noch keinen Zeitraum, in der dies alles geplant ist. Hhhhmmmm, klingt ja an sich ganz nett, aber viel zu unsicher in meinen Augen. Deshalb sagte ich ihr, dass ich das unter diesen Umständen nicht machen möchte, selbst nicht mit einem Vorvertrag, das war mir nix. 

Nach diesem Termin war ich schon ziemlich geknickt und auch irgendwie ernüchtert. Es war wirklich nicht einfach, ich hatte es mir anders vorgstellt. Aber die Devise war einfach: Nicht aufgeben!

Und siehe da, ein kleines Licht am Horizont war zu erkennen. Während meiner Recherchen ist mir immer wieder ein kleines Häuschen über den Bildschirm gewandert. Aber ich habe es nie wirklich wahrgenommen, warum auch immer. Ich erzählte jedenfalls meiner Familie davon und fragte, wo diese Haus wohl sei. Meine Oma wusste es und wir dachten uns, anschauen kostet nichts. Entweder es passt oder nicht. Gesagt, getan, den Verkäufer kontaktiert und der verwies uns an seine Eltern, für die er das Inserat eingestellt hatte. Wir verabredeten uns für eine Besichtigung. Jetzt war ich wieder ein klein wenig positiver gestimmt und freute mich schon, obwohl ich dennoch nicht mit großen Erwartungen zu dem Termin ging.

Wieder war mein Paps an meiner Seite, der auf Grund seiner jahrelangen handwerklichen Berufstätigkeit (Fliesenleger, Trockenbauer, etc.) ein professionelleres Auge auf die Sache werfen konnte. Von außen ist das Häuschen absolut unscheinbar, ein einfaches Einfamilienhaus eben. Dazu gehört ein Innenhof mit 2 alten Ställen, Werkstatt und Waschküche. Man sieht dem Haus auf den ersten Blick an, dass es schon ein paar Jahre mehr auf dem Buckel hat. Im EG gab es Kunststofffenster (ca. 10 Jahre alt), im OG und unterm Dach noch die alten Holzfenster. Ca. 90 qm Wohnfläche und dazu nochmal etwa 200 qm Hof.

Tür zum Hof auf: erster kleiner Schreck... Wow, das ist ja wirklich schon ziemlich alt, Baujahr vermutlich 1915-1920. Aber das Haus sah trotz allem noch ganz ordentlich aus. Der erste Eindruck der Bausubstanz wird sich auch noch bestätigen, alles trocken und fest. Und nun ganz mutig den Schritt ins Innere gewagt....

Der erste Gedanke war wohl "och, eigentlich ganz putzig", gefolgt von "ziemlich klein mit gewöhnungsbedürftiger Raumaufteilung". Im EG ist der Flur, eine Speisekammer, Küche und Wohnzimmer. Dazu noch der Zugang zum Keller, der sich im Flur als Bodenluke entpuppt. Hm, nicht wirklich kindersicher   Im 1. OG befindet sich ein Schlafzimmer und zwei sehr kleine Zimmer und der nicht ausgebaute Dachboden, der früher als Lagerstätte für Getreide und Stroh diente.

Wir haben uns in Ruhe umgesehen und alles auf uns wirken lassen und uns wirklich sehr nett mit den Besitzern unterhalten (das Haus gehörte vorher den verstorbenen Eltern der Ehefrau), diese kannten auch meine Familie, Dorfleben halt.

Nach etwa 45 Minuten war der Spuk vorbei und wir fuhren zu meinen Eltern nach Hause. Und nun stand die große Frage im Raum: Ist es möglich aus dem kleinen Haus ein schönes, gut nutzbares Zuhause für mich und die Kleine zu zaubern???

Mein Paps schlug vor, dass sich der Mann einer Arbeitskollegin meiner Mom das Haus mal anschaut, er war früher als Statiker tätig.  Also vereinbarten wir ein erneutes Treffen. Die Eigentümer waren beide Rentner und somit stellte dies überhaupt kein Problem dar, im Gegenteil, die beiden freuten sich wirklich, dass jemand ernsthaftes Interesse an ihrem Haus zeigte. Der Statiker begutachtete alle Räumlichkeiten und kam zu dem Schluss, dass man mit den ein oder anderen Umbauten etwas Schönes aus dem "alten Kasten" machen könnte.

Und so trafen wir uns einige Tage später nochmals zur Preisverhandlung und erstellten einen "Vorvertrag", in dem wir den Kaufpreis in Höhe von EUR 25.000,00 festhielten und zusätzlich erklärten, dass ich mich um einen Notartermin für den Kaufvertrag kümmern würde.

Bei diesem Gespräch erfuhr ich auch, dass es einen weiteren Interessenten gab, den Bruder eines ehemaligen Klassenkameraden von mir. Dieser wollte jedoch das Haus abreißen und neu bauen, aber für den Wiederaufbau mussten strenge Auflagen erfüllt werden und somit sind sie abgesprungen, Wiederum gut für mich, sonst hätte ich hart verhandeln müssen.

Alle waren glücklich und zufrieden. Ich hatte mein Haus gefunden und die Eigentümer waren beruhigt, das Haus in gute Hände abgegeben zu haben.

Jetzt konnte der Spaß erst richtig los gehen, denn an dem schmuckstück musste wirklich alles erneuert werden. Fenster, Heizung (es gab nur einen Ofen/Kamin), Elektrik und ein Bad musste her, denn bisher war nur ein Plumpsklo vorhanden und Wasser gab es nur in der Küche... Außerdem mussten wir uns Gedanken machen, wie die neue Raumaufteilung sein sollte, damit man den wenigen Platz wirklich effektiv nutzen konnte. Ihr seht, ein Berg Arbeit lag da vor uns, denn mein Paps würde einen Großteil der Arbeiten selbst machen und mir somit eine riesige Stütze sein. Ohne ihn hätte ich das Projekt gar nicht in Angriff genommen, allein finanziell wäre das nicht möglich gewesen.

Aber bevor wir wirklich anfangen konnten, hieß es, einen Architekten finden, der uns begleitete und die Finanzierung sicher stellen.

Auf geht´s...

 

Beim nächsten Mal mehr dazu,

bleibt sauber, meine Lieben.

Kussi, eure Nänz

2.12.15 15:50

Letzte Einträge: ...woher ich komme... und wohin ich gehe..., Plötzlich Mama... und wo bleibt der Rest von mir?, Zeit für Veränderungen!

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